Die Mühle lag im zentralen Teil von Vernasso; der Ortsname leitet sich möglicherweise vom lateinischen vernaceus (Ort, an dem man im Frühling hinaufsteigt) oder vom keltischen Wort verna (Erle) ab. Das Dorf wird vom Wildbach Grande (Veliki Potok) durchquert und die Mühle wird erstmals 1498 erwähnt und bezieht sich auf einen Müller namens Simaz, ein Mitglied der Bruderschaft (bratovščina) von Castelmonte. Sie war bis 1948 in Betrieb.
Der Mühlstein befand sich im Erdgeschoss, das tiefer als das Straßenniveau lag, mit darüber liegender Wohnung. Das angrenzende zweistöckige Gebäude beherbergte den ehemaligen Stall und den Heuboden. Seitlich lag ein Wasserauffangbecken, gespeist von zwei dauerhaften Quellen: Eine (studenac) oberhalb des Beckens, die andere überquerte den Rio Grande durch eine Luftabflussrinne. Durch Öffnen der östlichen Schleuse wurde das Wasser auf den oberen Teil des Eisenrades (früher aus Holz) geleitet, dessen Bewegung die Zahnräder der Mühle, den Mühlstein und den Trichter antrieb.
Vernasso (165 m ü.d.M.) liegt in einem weiten Becken zwischen dem Mladesena Berg und dem Monte dei Bovi. Es besteht aus drei Weilern; im oberen Teil befindet sich eine Votivkapelle San Bartolomeo (15. Jh.), im unteren die Pfarrkirche Santa Maria Consolatrice, ein Marienheiligtum (16. Jh.), umgebaut 1775. Hinter dem Dorf liegt Hlieva (Ställe), das als Weideland genutzt wurde, mit Gebäuden, die einst als temporäre Sommerunterkünfte dienten, heute aber vollständig verlassen sind.