Die kleinen Siedlungen liegen auf dem Kamm, der das Amphitheater der Colovrat-Bergkette abschließt. Der Ortsname Cras bedeutet "steiniger Boden"; Oznebrida/Ocnebardo leitet sich vom slowenischen ocne-bardo (väterlicher Hügel) ab, während die Etymologie von Trusgne/Trušnje unklar ist. Die Dörfer haben eine kompakte Siedlungsstruktur, bestehend aus Wohnhäusern und rustikalen Gebäuden. Bemerkenswert sind die rustikalen Gebäude namens kaste aus dem 15. Jh: kleine Gebäude mit einem einzigen Raum auf drei Ebenen, die zur Lagerung von landwirtschaftlichen Produkten, Heu und als temporäre Schlafstätte dienten. Das Steinfundament befindet sich auf geneigtem Gelände, das erhöhte Stockwerk hat Wände aus übereinanderliegenden und auf die Ecken geklemmten Holzbrettern, während das Dachgeschoss mit sehr steile geneigten Dächern mit Stroh bedeckt ist. Diese Gebäude wiederholen die archaischsten Formen des traditionellen slowenischen Wohnhauses: das einzelblocksteine Haus mit offenem Herd, bestehend aus einem Steinfundament und einer Holzkonstruktion, mit Holzschindel- oder Strohdach.
Das Dorf Cras (auf Slowenisch Barnjak oder Razpotje) besitzt einen oberen Teil mit zwei großen Gebäuden, die als Gasthäuser genutzt werden, dem Rathaus und dem Pfarrhaus, während der untere Teil eine ländliche Siedlung ist. An der höchsten Stelle befindet sich die Pfarrkirche Santa Maria Assunta. Von hier aus überblickt das weite Amphitheater des Colovrat, eine Landschaft von erheblichem Umweltwert.
ph. Marina Tosolini, Friaulisches Fotoarchiv Aps
ph. Marina Tosolini, Friaulisches Fotoarchiv Aps
ph. Sandro Vicedomini, Friaulisches Fotoarchiv Aps
ph. Sandro Boato, Friaulisches Fotoarchiv Aps