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Das ländliche Dorf Plataz/Platac

Der Rundgang beginnt in Plataz, einem Ortsnamen, der vom slowenischen Wort Platac, plat (flaches terrassenartiges Gelände) stammt, und führt weiter ins Tal nach Brida, abgeleitet von Bardo, brdo (Hügel), und steigt dann nach Canalaz an, was von Kanalac (Person aus Kanal) abgeleitet ist. Die Weiler befinden sich an den Hängen der Südseite des Monte San Martino, beginnend bei Brida Inferiore (der tiefste Punkt auf 410 m ü.d.M.) und endend bei Canalaz (600 m ü.d.M.), dem höchsten Punkt. Brida wird 1299 als Lehen von "Domini Jacomini de Civitate" erwähnt. Im Brida Inferiore steht ein rustikales Gebäude aus dem 17. Jh. mit zwei unabhängigen Wohneinheiten. Die Fassade zeigt eine doppelte Reihe von Holz-Balkonen mit einer Außentreppe, die durch den starken Dachüberhang geschützt ist. Die reizvolle Agrarlandschaft besteht aus terrassierten Feldern mit Weinreben und Obstgärten. Plataz ist das größte Dorf: Am Rand liegt ein 1887 erbautes Haus, das nahezu unverändert geblieben ist. Es ist ein langgestrecktes Gebäude, parallel zur Straße, mit einem zentralen Vorhaus, das zu den Räumen führt und eine Treppe zu den Holzbalkonen im ersten Stock enthält. Im unteren Teil des Dorfes gibt es die ehemalige Molkerei, heute ein kleines Museum, das alle Geräte zur Milchverarbeitung enthält. Canalaz liegt knapp unterhalb des Prievalo-Passes und des Gipfels des Monte San Martino, wo sich die alte gleichnamige Kapelle befindet. Einige Gebäude sind Beispiele traditioneller Architektur: Der Kosolec von Canalaz ähnelt denen von Skofja Loka, jedoch mit sechs tragenden Pfeilern aus Stein statt Holz.
 
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC