Kleines Dorf in isolierter Lage, auf der Höhe zwischen dem Grivò-Tal von Faedis und Raschiacco; die Gebäude sind linear, den Terrassierungen folgend, angeordnet, ihre Längsseiten sind nach Südwesten, ins darunterliegende Tal, gerichtet. Costalunga, erstmals 1353 erwähnt, unterstand seit dem 13. Jahrhundert der Gerichtsbarkeit der Cucagna, ging im 14. Jahrhundert an die Soffumbergo, um im 15. Jahrhundert an die Cucagna zurückzukehren.
Der Grossteil der landwirtschaftlichen Gebäude wurde unter Beibehaltung der typischen Zweigeschossigkeit - das obere Geschoss wurde meist als Getreidespeicher genutzt -, auf Steinpfeilern aufliegenden Balkonen oder Loggien an den Südfassaden, aussenliegenden Holz- oder Steintreppen und Steinmauerwerk mit Eckverband und Gewänden bei Türen und Fenstern restauriert.
Bemerkenswert ist ein Gebäude, welches eingraviert die Jahreszahl 1880 trägt. Die nach Süden gerichtete Steinfassade gliedert sich in einen Eingangs-Laubengang mit zwei flachen Bögen und einen darüberliegenden Holzbalkon, der auf doppelten Steinkonsolen aufliegt. Im Inneren verbindet eine Treppe den Tagesbereich im Erdgeschoss mit den Zimmern im Obergeschoss. Eine Gedenktafel erinnert an das Massaker an zehn Partisanen, die während der letzten Kriegsjahre bei Nazi-Razzien lebendig verbrannt worden sind.