Der Rio Bianco entspringt den südöstlichen Hängen des Montemaggiore-Gipfels, aus Quellen, die sich zwischen 1.190 und 689 Meter ü. d. M. befinden. Nach Süden absteigend nimmt er südlich von Tana Certenja das Wasser des Rio Nero auf und bildet den Fluss Natisone. Das besonders wilde und raue Gebiet birgt eine bemerkenswerte Flora, insbesondere in Bezug auf die Arten der karbonatischen Schutt- und Felslebensräume: Felsenrapunzel (Rapunculus rupicola), Paederotabonarota, Potentilla caulescens und Spiraeadecumbens.
Die spärliche Vegetation, die sich an Steilhängen festhält, besteht aus Schwarzerle, Bergesche und spontanen Schwarzkiefern. Auf den Lichtungen ist die gelbe Lilie besonders häufig.
Das als Gran Monte bekannte Gebirgsmassiv, das entlang einer Ost-West-Achse orientiert ist, stellt die erste Gruppe von Erhebungen in den Julischen Alpen dar, die 1.600 Meter ü.d.M. übersteigen. Das außergewöhnliche Panorama von diesen Gipfeln gehört zu den eindrucksvollsten der gesamten Voralpenregion und reicht von der Ebene bis zu den Julischen Alpen. Die geolithologische Natur des Gran Monte ist am Südhang durch Dolomite und dolomitische Kalksteine des Norikums (Hauptdolomit) gekennzeichnet, während der Nordhang kompakte graue oder feine oolithische Kalksteine des Rhaetiums aufweist: beide Formationen gehören zum Oberen Trias (vor 200-190 Millionen Jahren).
Zugang: Von Montemaggiore erreichen Sie den Gipfel über den Weg CAI 742 und über eine Forststraße die Quellen des Rio Bianco.