Tribil inferiore/Dolenji Tarbij - Kirche St. Johannes der Täufer
[15.;18. Jh.]
Die Kirche wird erstmals in Dokumenten von 1497 und 1561 erwähnt. 1725 genehmigte das Kapitel von Cividale ihre Restaurierung; weitere Arbeiten erfolgten 1732 und Mitte des 18. Jahrhunderts, als die Eingangstür durch eine größere ersetzt wurde, wobei die ursprüngliche Tür als Zugang zum Glockenturm aus dem 17. Jh.t wiederverwendet wurde.
Das rechteckige Gebäude steht auf einem um zwei Stufen erhöhten Gelände. Der mächtige Glockenturm mit spitzbogigem Portal grenzt an die Südfassade an. Das Mauerwerk besteht aus Sichtstein, die Fassade hat einen Giebel und ein Steinportal mit Gesims und profilierter Rahmung, das früher spitzbogig war. Das Innere zeigt eine sichtbare Decke mit Holzbindern auf Steinkonsolen sowie einen Sekundärdachstuhl und sichtbare Ziegelbodenplatten.
Im Inneren befinden sich ein Altar mit einer Statue aus „Gips und Sack“, die Sankt Johannes, als Jesus taufte, darstellt, sowie zwei kleine Statuen von Jesus und Johannes als junge Männer. Der Altarraum, der um eine Stufe erhöht ist, öffnet sich durch einen niedrigen Bogen auf zwei Säulen und hat eine durch dekorierte Kappen am Gesims verbundene flache Decke. An der Nordwand gibt es ein Freskenfragment, und der Boden besteht aus Terrakottafliesen.
In der Nacht des 23. Juni werden hier zwei alte Rituale gefeiert: das Binden des Kräuterbündels zu Ehren Johannes des Täufers und das Anzünden der Kreiz, heilige Feuer zu seinen Ehren.
Die Kirche ist im „Wanderweg der 44 Votivkapellen“ der Täler des Natisone enthalten.
ph. Franco Martelli Rossi, Archiv Arcidiocesi di Udine, BBCC
ph. Franco Martelli Rossi, Archiv Arcidiocesi di Udine, BBCC
ph. Franco Martelli Rossi, Archiv Arcidiocesi di Udine, BBCC
ph. Franco Martelli Rossi, Archiv Arcidiocesi di Udine, BBCC