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Kirche der Heiligen Gervasius und Protasius

[6.; 12.; 14. Jh.]

Die Kirche, ursprünglich aus der Langobardenzeit, erlitt im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Änderungen, bis sie im 12. Jahrhundert ihre heutige Größe erreichte. Sie ist den Heiligen Gervasius und Protasius, Brüdern und Märtyrern des 3. Jahrhunderts, geweiht.
Das dreischiffige Kirchenschiff ist links durch Rund- und rechts durch Spitzbögen getrennt. Anstelle der drei Apsiden der  früheren Kirche endet das Hauptschiff mit einer quadratischen Apsis mit einem Kreuzgratgewölbe. Die Seitenschiffe enden mit zwei Kapellen mit Kreuzgewölben aus dem 17. und 18. Jahrhundert. An der schlichten Giebelfassade, über der Eingangstür, öffnet sich ein Oculus, das ein größeres, nun zugemauertes Fenster überlappt. Ein Motiv mit kleinen Bögen, das sich auch an der Apsis weiterfindet, verläuft unter dem Dachgesims.
Das Innere bewahrt Freskenfragmente aus verschiedenen Epochen. Die ältesten verteilen sich in drei übereinander liegenden Registern am Triumphbogen. In der Bogenlaibung befinden sich zwölf Halbfiguren von Heiligen. Auch die Fresken an den Wänden neben dem Triumphbogen stammen aus dem 14. Jahrhundert. Weitere Fresken aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts sind das Werk mehrerer Künstler. Andere, in den Unterbögen des Hauptschiffes, wurden von Giovanni Battista Gori zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert gemalt. Vor der Fassade erhebt sich der imposante Glockenturm mit zweibogigen Fenstern.
Die Kirche wurde nach dem Erdbeben von 1976 restauriert und wiederhergestellt.
 
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC