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Die ländlichen Dörfer Torlano di Sopra und Torlano di Sotto

Die beiden Dörfer erstrecken sich entlang des Cornappo-Baches, wobei der älteste Siedlungskern in Torlano di Sopra liegt und ländliche Gebäude entlang der Straße und Innenhöfe aufweist. 1211, in patriarchalischer Zeit, wurde der Ort von der Familie Savorgnan verwaltet, die dieselbe Gerichtsbarkeit auch während der venezianischen Herrschaft behielt.
Die Brücke von Torlano di Sopra, genannt die "Engelsbrücke", hat einen weiten Steinbogen. Nahe der Brücke, in einer Mauer an der Straßenfront, befindet sich eine Votivnische, welche die Madonna mit Kind zwischen zwei Heiligen darstellt, und daneben ein Steinweihwasserbecken. Im Westen liegt das Haus Bombardier mit einem Innenhof und typischen Holzbalkonen. Gegenüber liegt das Haus Manzocco, ein Hofkomplex, zugänglich durch ein Steinportal aus 1808, mit einem Andachtsfresko, das Titta Gori zugeschrieben wird und den Erlöser darstellt: dies ist der Ort, der im Roman von Nievo Bekenntnisse eines Italieners als "Burg" erwähnt wird. Bemerkenswert ist auch das Haus Comelli, es liegt an einer Steinmauer nahe dem Cornappo, mit steingefassten Öffnungen in den ersten beiden Stockwerken und Schießscharten im Getreidespeicher; weiter nördlich steht ein Gebäude mit einem "U"-Layout zur Straße hin und Holzbalkonen im Innenhof. Beim Monte Zuccon stand die kleine Kirche San Giorgio aus dem 4.-6. Jh., die Anfang des 19. Jahrhunderts zusammen mit der Pfarrkirche, dem heiligen Antonius von Padua geweiht, zerstört wurde. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut und nach den Erdbebenschäden von 1976 restauriert.
 
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC
ph. Giorgio Bianchi, Archiv MCC