Es ist der eindrucksvollste der neuen Naturpfade, die in der Gegend angelegt wurden, und hat Gebiete erschlossen, die früher nur von einheimischen Jägern besucht wurden. Einsam, sonnig, sehr abwechslungsreich und bis auf einen kurzen Abschnitt nicht anstrengend. Vom Schweigen des Waldes, das nur vom Plätschern der Wasser des Rio Puiche unterbrochen wird, findet man sich plötzlich auf einer herrlichen Panoramaterrasse mit Blick auf das gesamte Valle del Sole und die die Talregion südlich begrenzenden Berge wieder. Und es ist noch nicht vorbei: kurz darauf folgt ein ungewöhnliches, abgelegenes, flaches Tal, das uneingeschränkte Reich der Murmeltiere, das dem eigentlichen Pass vorausgeht, wo man einen Tisch mit Bank und vor allem schöne Ausblicke auf das Altopiano di Olbe, den Monte Ferro, die Türme des Righile, den Chiadènis und sogar den fernen Antelao findet.
Diese Wanderung kann bereits für sich allein als Ziel betrachtet werden, wegen der Einzigartigkeit der durchquerten Landschaften, kann aber auch als Ausgangspunkt für weitere Wanderungen dienen: Monte della Piana von Osten (siehe Route 22), Rifugio 2000 (siehe unten), Laghi d'Olbe (siehe Route 25 im Bereich Spaziergänge).
Autor: © Giovanni Borella
C.A.I. Sappada/Plodn
Interreg V Italien-Österreich - CLLD Dolomiti Live. Projekt „Sichere Berge – Bergabenteuer“ ITAT 4019 CUP B43J16000270004
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Schwierigkeit: E
Stunden ab Piani di Gront: Aufstieg 1,00-1,15 Abstieg 0,45-1,00 gesamt 1,45-2,15
Stunden ab Sappada: Aufstieg 1,45-2,00 Abstieg 1,30-1,45 gesamt 3,15-3,45
WEGBECHERUNG: gelbe Markierungen N4
SKALA DER SCHWIERIGKEITEN
Im technischen Datenblatt jedes Weges werden die in Bergführern gebräuchlichen Abkürzungen verwendet (T- E - EE- EEA - A). Einige Wege können eine doppelte Bezeichnung haben (z.B. T/E oder E/EE), weil sie Merkmale beider Kategorien aufweisen.
T (touristisch) steht für fast immer kurze und einfache Routen, die auf Waldstraßen und/oder gut markierten oder dennoch gut erkennbaren Wegen verlaufen, für die keine besondere Kondition erforderlich ist.
E (wanderweg) steht für eher lange Wege, die sich auf Saumpfaden und/oder oft über 2000 Meter hoch liegenden Wegen windet, die erkennbar, aber nicht immer markiert sind. Sie weisen keine bedeutenden Schwierigkeiten auf, können aber einzelne etwas ausgesetzte oder beschwerliche Passagen enthalten. Es sind angemessene Ausrüstung sowie ein Mindestmaß an Erfahrung und Kondition erforderlich.
EE (für erfahrene Wanderer) bezeichnet Routinen, die meist über 2000 Meter führen, auf unsicherem und/oder unwegsamem Gelände verlaufen, häufig exponierte und/oder gesicherte Passagen enthalten, zum Teil auf Fels mit Schwierigkeiten des ersten Grades. Erfordern Erfahrung, trittsicheres Gehen, Orientierungsvermögen, gute Ausrüstung und psychische sowie physische Fitness.
EEA (für erfahrene Wanderer mit Ausrüstung)beschreibt mit Drahtseilen, Tritten und Leitern ausgestattete Routen. Die Exposition ist fast immer konstant. Erfahrung, Training und passende Ausrüstung einschließlich Helm und Klettersteigset sind zwingend. Handschuhe sind nützlich.
A (für Bergsteiger)weist auf Felsrouten zu Gipfeln mit leichten alpinistischen Schwierigkeiten (1./2. Grad) hin. Erfordern technische Fähigkeiten, gute Erfahrung, physische Vorbereitung und geeignete Ausrüstung (Helm, einige Bandschlingen, immer hilfreich auch ein 20-30 Meter langes Seilstück).
HINWEISE
Mit Route 21 bis zur Gabelung. Hier, nachdem man links den Weg 140 zum Rifugio 2000 gelassen hat, folgt man dem anfangs fast ebenen Pfad, der geradeaus weitergeht und dann leicht abwärts zum Rio Puiche führt, diesen überquert und an steilen Serpentinen den gegenüberliegenden bewaldeten Kamm hinaufsteigt. Oben angekommen, erscheint die oben beschriebene prächtige Aussichtsterrasse (mit Geländer und Bank, teilweise von einer Lawine beschädigt), ein ausgezeichneter Aussichtspunkt und idealer Rastplatz. Von hier weiter zunächst auf Flachstück durch dünnen Wald, dann mit einigen Auf- und Abstiegen nach Nordosten, fast unter dem Monte della Piana vorbei, mit einigen etwas ausgesetzten Passagen bis zu der kuriosen völlig flachen kleinen Senke. Diese quert man, indem man links (westlich) bleibt (Achtung, in diesem Abschnitt fehlen die gelben Markierungen) bis zum Passo della Piana, wo ein rustikaler Tisch mit Bank steht und in kurzer Entfernung ein Schild auf einem Pfosten mit der Aufschrift „Naturpfad Monte della Piana“.
Rückkehr
Der Abstieg ins Tal kann auf dem Aufstiegsweg erfolgen. Empfehlenswerter erscheint jedoch folgender Weg: Vom Pass aus nach links (westlich) der deutlichen Forststraße folgen, die bald zur Skipiste führt. Dieser folgt man bergauf bis zum Rifugio 2000 (etwa 50 m Höhenunterschied). Von dort kehrt man auf Route 21 entgegen dem Aufstiegsweg zu den Piani di Gront zurück, von wo aus man entweder die Skipiste hinunter oder davon abzweigend Richtung Miravalle und von dort mit Route 13 (im Abschnitt Spaziergänge) entgegen dem Aufstiegsweg zu Sappada Ortschaft Mühlbach zurückkehrt, insgesamt 1,45-2,00 Stunden.
Auch folgende weniger interessante Möglichkeit sei erwähnt: Vom Passo della Piana weiter nach links (westlich) der deutlich sichtbaren Forststraße folgen, die kurz darauf zur Skipiste führt, und dieser bergab bis zum Rifugio Gosse folgen (Talstation der zweiten Sektion des Sessellifts, im Sommer geschlossen), von wo aus man mit Route 25 entgegen dem Aufstiegsweg in insgesamt 2,00-2,15 Stunden nach Sappada zurückkehrt.
Autor: © Giovanni Borella
© Aus dem Führer „Sappada, dai sentieri alle vette“ von Giovanni Borella, herausgegeben vom Verlag CO.EL.
Giovanni Borella wurde in Belluno geboren und lebte dort bis zum Beginn seiner Jugend. Er zog später nach Padua, wo er noch heute lebt, besuchte die dortige Universität und erwarb einen Abschluss in Altertumswissenschaften, was ihm eine jahrzehntelange Lehrtätigkeit ermöglichte. Zunächst Wanderer, später Bergsteiger, hat er zahlreiche Besteigungen in den bekanntesten Dolomitengruppen und insbesondere an den Bergen von Sappada unternommen, die er seit vielen Jahren im Sommer und Winter besucht, wo er auch neue Routen eröffnet und andere alleine wiederholt hat. Er veröffentlichte drei Führer: „Sui sentieri del sole“ (Mitautor), Mediterranee Verlag 1995, „Sappada, dai sentieri alle vette“ Co.El. Verlag 2002, „Dolomiti del Comelico“ Linteditoriale 2010.
Lokalisierung
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.