In den stimmungsvollen unterirdischen Räumen des Bastione Lalio auf dem Hügel von San Giusto erzählt das Lapidarium Tergestinum die Geschichte des römischen Triest, des antiken Tergeste, anhand eines archäologischen Rundgangs von großem Reiz und hohem historischem Wert.
Die Ausstellung umfasst rund 130 steinerne Monumente aus dem kapitolinischen Bereich, aus Sakralbauten, dem Römischen Theater sowie aus den städtischen Nekropolen. Inschriften, Statuen, Mosaike und Grabdenkmäler geben einen unmittelbaren Einblick in das zivile, religiöse und soziale Leben der Stadt in römischer Zeit.
Der Rundgang gliedert sich in mehrere Säle, die nach Themen und Herkunft der Exponate geordnet sind.
Saal A - Ehrenmonumente
Hier befinden sich einige der bekanntesten Monumente des Lapidariums, darunter Inschriften, die einst an den Stadttoren angebracht waren und an den Bau der Stadtmauern und Türme erinnern. Besonders hervorzuheben ist die Basis des Reiterstandbildes von Lucius Fabius Severus, einem angesehenen Mitbürger, der als Senator in Rom tätig war.
Saal B - Kaiserliche Inschriften und die Zivilbasilika
Saal B vereint kaiserliche Inschriften, die Maßnahmen zur Errichtung öffentlicher Gebäude dokumentieren. Daneben sind Funde aus der Zivilbasilika ausgestellt, deren archäologische Überreste noch heute auf dem Platz am Fuße der Burg San Giusto sichtbar sind.
Saal C - Grabmonumente
Im Saal C begegnet man den Grabdenkmälern, die nach ihrem Herkunftsgebiet gegliedert sind. Altäre, Stelen, Cippi, Urnen und Sarkophage bewahren die Namen und Geschichten der antiken Bewohner von Tergeste und vermitteln ein unmittelbares Bild der lokalen römischen Gesellschaft.
Saal D - Die Mosaike von Barcola
Der Abstieg in den Saal D führt zur Entdeckung der prächtigen Mosaike aus der Küstenvilla von Barcola, einer luxuriösen, zum Meer hin gelegenen Residenz. Die Mosaike, datiert zwischen dem Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. und der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr., zeugen vom erlesenen Geschmack wohlhabender Besitzer, die sich an den kaiserlichen Villen orientierten.
Kulte und Gottheiten
Zurück im Saal C setzt sich der Rundgang im Bereich der Kultstätten und Gottheiten fort, mit Weihinschriften an Jupiter, Kybele, Silvanus, Bona Dea, Herkules und Minerva, die die Vielfalt und Bedeutung der Religiosität im antiken Tergeste widerspiegeln.
Die Statuen aus dem Römischen Theater
Aus den Ausgrabungen des Römischen Theaters stammt schließlich eine außergewöhnliche Serie von Statuen, die einst die Bühnenfront schmückten: Venus, Bacchus, Apollo, Minerva, Hygieia und Asklepios, sowie das Porträt des Förderers, der die Ausschmückung des Theaters finanzierte.