
Dem Auge des Besuchers erscheint es als feierlich und streng wegen der Schlichtheit der Charakteristika: wenige einzelne Lärchen, schöne alpine Blumen, eine hohe Felswand (die der Creta Forata) und dann viel Einsamkeit und Stille, die selten und dezent von den wenigen Wanderern durchbrochen wird. Für den nicht besonders trainierten Wanderer ist das Tal bereits ein schönes Ziel, aber man darf nicht vergessen, dass die Route ein Abschnitt anderer, weiterreichender Strecken darstellen kann (siehe Routen 18, 19, 20). Die Route verläuft hauptsächlich auf Höhe und in einer sehr reizvollen und panoramareichen Umgebung, sie ist nicht anstrengend außer am Hang, der das Tal vorausgeht (Höhe 1915), wo es sich lohnt, es vollständig bis zur gleichnamigen Scharte hinaufzusteigen, von wo aus der Blick ins Pesarina-Tal, auf das Razzo-Plateau, die Berge von Sauris und die fernen Dolomiten von OltrePiave schweifen kann. Es gibt keine besonderen Schwierigkeiten, außer einem kurzen Abschnitt zwischen der Hütte Siera und Cima Dieci, wo Erosionserscheinungen, die Anfang der 2000er Jahre begannen, eine periodische teilweise Instandsetzung des weggespülten oder beschädigten Pfades notwendig machen (an dieser Stelle müssen Wanderer mit wenig Erfahrung höchste Vorsicht walten lassen und möglichst mit der Hilfe eines erfahrenen Wanderers gehen). Zu erwähnen ist, dass der in den Felsen gehauene Wegabschnitt zwar sehr ausgesetzt ist, aber die festen Einrichtungen das Passieren ohne Probleme ermöglichen (für Anfänger sind dennoch Bandschlinge und Karabiner nützlich).
Autor: © Giovanni Borella
C.A.I. Sappada/Plodn
Interreg V Italien-Österreich - CLLD Dolomiti Live. Projekt „Sicherer Berg – Abenteuer Berg“ ITAT 4019 CUP B43J16000270004
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Schwierigkeit: E mit kurzem Abschnitt EE
Stunden ab Rifugio Siera: Aufstieg 2,00-2,15 Abstieg 1,30-1,45 Gesamt 3,30-4,00
Stunden ab Sappada: Aufstieg 3,00-3,30 Abstieg 2,00-2,25 Gesamt 5,00-6,00
Wegmarkierung: 321
Schwierigkeitsgrad-Skala
Im technischen Datenblatt jeder Route sind die in Bergwanderführern üblichen Abkürzungen (T- E - EE- EEA - A) enthalten. Einige Routen können eine doppelte Bezeichnung haben (z. B. T/E oder E/EE), weil sie Merkmale beider Kategorien aufweisen.
T (touristisch) bezeichnet Routen, die fast immer kurz und einfach sind und auf Forststraßen und/oder gut markierten oder deutlichen Wegen verlaufen, die keine besondere Kondition erfordern.
E (Wanderer) bezeichnet Routen, oft ziemlich lang, die auf Saumpfaden und/oder Wegen meist über 2000 Meter verlaufen, deutlich aber nicht immer mit Markierungen. Sie haben keine wesentlichen Schwierigkeiten, können aber gelegentlich einen etwas ausgesetzten oder schwierigen Abschnitt oder einzelnen Übergang aufweisen. Es sind angemessene Ausrüstung, ein Mindestmaß an Erfahrung und Kondition erforderlich.
EE (für erfahrene Wanderer) bezeichnet Routen, die meist über 2000 Meter liegen, sich auf anspruchsvollem Gelände und/oder in unwegsamen Gebieten erstrecken, häufig ausgesetzte und/oder gesicherte Passagen oder Abschnitte, gelegentlich auf Felsen mit Schwierigkeiten des 1. Schwierigkeitsgrades haben. Erfahrung, Trittsicherheit, Orientierungssinn, gute Ausrüstung und psychophysische Vorbereitung werden verlangt.
EEA (für erfahrene Wanderer mit Ausrüstung) bezeichnet Routen, die mit Drahtseilen, Tritten, Leitern ausgerüstet sind. Die Ausgesetztheit ist fast immer konstant. Erfahrung, Kondition und geeignete Ausrüstung einschließlich Helm und Klettersteigset sind obligatorisch. Handschuhe sind nützlich.
A (für Bergsteiger) bezeichnet Routen im Fels, die zu Gipfeln mit geringen alpinistischen Schwierigkeiten (1./2. Grad) führen. Technische Fähigkeiten, gute Erfahrung, körperliche Vorbereitung und geeignete Ausrüstung (Helm, einige Bandschlingen, stets hilfreich auch ein 20-30 Meter langes Seilstück) werden benötigt.
HINWEISE
Hinter dem Rifugio Siera, erreichbar über die Routen Nr. 4, 5 oder 6 (Aus der Rubrik Spaziergänge), nimmt man einen Pfad (Wegweiser), der nach Süden ansteigend einen sehr breiten, sanften Schutt-Gras-Hang hinaufführt. Nach einigen hundert Metern biegt man nach links (Osten) zwischen den Latschen (Tafel) ab, dann geht es mit einer langen Querung am Hang entlang über Schuttgelände in Richtung der steilen Nordwand der Cima Dieci. Bevor man die basal gelegenen Schutthalde erreicht, muss ein tiefer Erosionsgraben mittels eines sehr schmalen Pfades aus verdichtetem Erdreich überwunden werden, der dem Verlauf folgt. Nach dem Hindernis erreicht der Weg, wieder gut markiert und bequemer, die Terrassen des Prà Sartor und richtet sich auf die senkrechte Wand der Cresta del Pettine, die eine in den Fels geschlagene, mit einem Stahlseil versehene schmale Felskante diagonal durchschneidet. Die Spur folgt dann einem kurzen abschüssigen Grat, steigt dann aus einem kleinen Tal mit ziemlich steilen Serpentinen den Hang oberhalb hinauf. Wir befinden uns auf 1915 m (Abzweig mit Wegweisern "Malga Geu - Passo Geu Basso - Scharte Creta Forata"), von wo aus das Tal in seiner ganzen feierlichen Schönheit erscheint. Der Weg führt schließlich mit kleinen Auf- und Abstiegen bis zum höchsten Abschnitt unter den Felsen des Creton di Tul. Von hier erreicht man mit einigen Kehren in kurzer Zeit die Scharte.
Rückweg
Die Rückkehr zum Rifugio Siera und zur Cima Sappada kann über dieselbe Route erfolgen. Man kann auch eine längere, aber einfache Runde wählen, zuerst die Malga Geu mit dem letzten Teil der Route 17 erreichen, dann Malga Tuglia mit der Route 18 in umgekehrter Richtung und von dort die Cima mit der Nr. 8 (aus der Rubrik Spaziergänge) ebenfalls in umgekehrter Richtung in 2,15-2,30 Stunden. Ebenfalls zu bedenken ist die Möglichkeit, schnell von Malga Geu zur Cima Sappada mit der Route 19 abzusteigen (diese letzterere weist die Schwierigkeit EE auf).
Autor: © Giovanni Borella
© Aus dem Führer "Sappada, dai sentieri alle vette" von Giovanni Borella, herausgegeben vom Verlag CO.EL.
Giovanni Borella Geboren in Belluno, hat er dort bis zur Schwelle der Jugend gelebt. Anschließend zog er nach Padua, wo er noch heute wohnt, besuchte die örtliche Universität und erwarb einen Abschluss in Altertumswissenschaften, was ihn dazu brachte, mehrere Jahrzehnte lang zu unterrichten. Zunächst Wanderer, später Bergsteiger, hat er zahlreiche Besteigungen sowohl in den bekanntesten Dolomitengruppen als auch insbesondere in den Bergen von Sappada unternommen, die er seit vielen Jahren im Sommer und Winter besucht, wo er auch neue Routen eröffnet und andere im Alleingang wiederholt hat. Er hat drei Führer veröffentlicht: "Sui sentieri del sole" Mediterranee Verlag 1995 als Co-Autor, "Sappada, dai sentieri alle vette" Verlag Co.El. 2002, "Dolomiti del Comelico" Linteditoriale 2010.
Lokalisierung
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.